
24.12.1824 Mainz – 26.10.1874 Mainz
Peter (Carl August) Cornelius ist der Sohn einer künstlerisch interessierten Familie. Die Eltern sind Schauspieler, andere Familienmitglieder sind bildende Künstler. Cornelius erhält Unterricht auf dem Klavier, der Violine und in der Musiktheorie bei Josef Panny und Heinrich Esser. Neben seiner musikalischen Ausbildung erhält er auch eine schauspielerische. 1841 – 43 ist er als Darsteller an den Bühnen in Mainz und Wiesbaden tätig. 1844 – 52 lebt er in Berlin und lernt dort Alexander von Humboldt, Joseph Eichendorf, Bettina von Arnim und Paul Heyse kennen. Kompositionsunterricht erhält er in den Berliner Jahren von Siegfried W. Dehn. Dehns Unterweisung ist orientiert an den alten Meistern (Palestrina, Durante, Bach). Cornelius erste Konzertberichte, die er in den Jahren 1851 und 52 für Berliner Zeitungen verfasst, bringen ihm die Anerkennung von bedeutenden Persönlichkeiten des Berliner Musiklebens ( Meyerbeer, Kullak, Taubert, Dorn). 1852 schließt er Bekanntschaft mit Franz Liszt in Weimar. Über Liszt kommen weitere Kontakte zu bedeutenden Komponisten zustande (Wagner, Berlioz, Ritter, Damrosch, Bülow, Bronsart, Draeske, Lassen). Cornelius betätigt sich in Weimar als Musikschriftsteller und Übersetzer. Und natürlich beteiligt er sich an den Auseinadersetzungen um die Neudeutsche Schule in der Presse. In dem gläubigen Katholiken Cornelius sieht Liszt eine Zukunft als Komponist geistlicher Werke. So folgt Cornelius Liszt’s Empfehlung und schreibt eine Reihe religiöser Werkes. Ebenfalls in Weimar entstehen mit lebhaftem Interesse Liszt’s die Liedersammlungen op. 1 – op. 8.
1858 wird unter Liszts Leitung seine Komische Oper Der Barbier von Bagdad aufgeführt. Eine Intrige, hinter der der Intendant des Hoftheaters Franz von Dingelstedt steht, verhindert den Erfolg. Als Folge verlässt Liszt 1861 Weimar.
Ab 1859 lebt Cornelius in Wien und widmet sich dort, unterstützt von seinen Brüdern, ganz dem Komponieren. Er knüpft freundschaftliche Beziehungen zu dem Pianisten Carl Tausig und Johannes Brahms.
Auf Wagners Drängen geht er 1864 nach München. Wagner vermittlet ihm dort zunächst ein sogenanntes Gnadengehalt von König Ludwig II., das 1000 Gulden jährlich beträgt. 1866 erhält er eine Stelle als Professor für Rhetorik und Harmonielehre an der neu gegründeten Königlich-Bayrischen-Hofmusikschule. In München entsteht seine zweite Oper Der Cid, die 1865 in Weimar mit großem Erfolg uraufgeführt wird.
Cornelius war künstlerisch vielseitig interessiert, was eine Unentschlossenheit im Hinblick auf seinen künstlerischen Weg bedeutete.Zudem erschwerte seine Neigung zu Bescheidenheit und Selbstkritik („ich werde nie etwas veröffentlichen, wenn ich mir nicht selbst bewusst bin, dass es wenigstens das Streben nach Vollkommenheit in sich trägt“), sich durchzusetzen.
Peter Cornelius' Weihnachtslieder op.8 bereichern das Feld Musik zu Weihnachten um einen Beitrag aus der Romantik.