Der Obertongesang ist bei den westmongolischen Völkern und in Tanu Tuva ebenso verbreitet wie bei den Nachbarvölkern (Baschkiren, Chakassen und den Gornoaltai am Berg Altai). Es gib ihn in zahlreichen Varianten.
Obertongesang entsteht durch das Hervorheben verschiedener Obertöne. Dadurch ist zu dem tiefen Grundton ein weiterer Ton , manchmal auch noch ein dritter, deutlich wahrnehmbar.
Von nicht-mongolischen Forschern werden die Klänge oft mit denen der Maultrommel verglichen, was aus emischer Perspektive nicht korrekt ist. Die Mongolen sehen eine Verbindung des Obertongesangs mit den Klängen anderer musikalischer Gattungen und zur Natur.
Einer Legende zufolge wohnen dem Obertongesang magische Kräfte inne. Doch eine falsche Technik kann körperliche Schäden nach sich ziehen.
Westmongolische Völker nutzten traditionell Obertongesang zum Anlocken ihrer Yaks.
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(deutschsprachig; in chronologischer Reihenfolge)
C. Stumpf: Mongolische Gesänge in: Verein für Musikwissenschaft Nr.3, 1897, S. 297-304.
I. Krohn: Mongolische Melodien in: Zeitschrift für Musikwissenschaft Nr. 3, 1920/21, S. 65-82
B. Rintchen: Folklore mongol, Wiesbaden 1960.
A. Schenk: Der Gesang des Himmels. Galbe - Schamanin des Altai, Scherz-Verlag 2006.
J. Goldman: Heilende Klänge - Die Macht der Obertöne, München 1994. (erhältich bei
R. Rollin: Overtone Singing Study Guide (englisch; mit Übungs-CD).
M. Reimann: Unendlicher Klang. Obertöne in Stimme und Instrument, Norderstedt 1993.
M. van Tongeren: Overtone Singing, Amsterdam 2002. (englisch; mit CD mit Feldaufnahmen aus Tuva)
M. Vetter: Musik, Via Nova 1995.
W. Saus: Oberton Singen (mit einer CD zur praktischen Anleitung), Traumzeit-Verlag 2006.