
Franz Xaver Wolfgang Mozart (genannt Wolfgang Amadeus (der Jüngere))(26.7.1791 Wien – 29.7.1844 Karlsbad) ist der jüngste Sohn von Wolfgang Amadeus Mozart und dessen Frau Constanze. Franz Xaver wurde durch Constanze Mozart für den Musikerberuf bestimmt. Sie ließ ihn schon als fünfjährigen als Sänger des Papagenoliedes auftreten und nannte ihn programmatisch „Wolfgang Amadeus“. Teilweise prominente Lehrer übernahmen die Ausbildung des Jungen ( Hummel, Streicher, Salieri u.a.). Ab 1808 lebte er bei Lemberg, wo er zunächst als Hausmusiklehrer der Kinder des Grafen Baworowski wirkte. Diese Stellung gab er jedoch wegen des unsteten Lebens seiner Arbeitgeber auf. Er blieb jedoch in Lemberg, wo er weiterhin als Lehrer und Freischaffender arbeitete. Von 1819 – 21 unternahm er eine lange Kunstreise durch viele Städte Europas (Warschau Berlin, Kopenhagen, Venedig, Salzburg, München, Leipzig, Zürich u.a.). Danach lebte er wieder in Lemberg. 1838 ging er nach Wien. Auch in Wien war er als Pianist tätig und veranstaltete im Winter 1841 jenes Konzert, in dem Chopins Kompositionen zum erstenmal in Wien erklangen.
Unter seinen Werken finden sich hauptsächlich brilliante Soloklavierwerke, die technisch zwischen Hummel und Chopin stehen. Außer zwei Klavierkonzerten und einer zweisätzigen – möglicherweise fragmentarischen – Sinfonie fehlen großbesetzte Orchesterwerke, Opern und Oratorien. Werke für Gesang waren nach Eigenauskunft sein liebstes kompositorisches Betätigungsfeld.
Franz Xaver Wolfgang Mozart erlangte in seiner Zeit hauptsächlich Bedeutung für die Rezeption der Werke seines Vaters. Einige bearbeitete er und verfasst Einlagen zu ihnen. Als Komponist stand er im Schatten seines Vaters, mit dem er von seinen Zeitgenossen verglichen wurde. Dieser Vergleich behinderte seine künstlerische Entfaltung. Franz Grillpatzer schreibt in einem Gedicht über Franz Xaver Wolfgang Mozart: „Des Vaters Name war es eben, Was deiner Tatkraft Keim zerstört“ . Gesamtes Gedicht Grillparzers
Eine sehr schöne Gegenüberstellung eines Klavierkonzerts des Vaters W.A.Mozart mit einem vom Sohn F.X.W.Mozarts. Die Ecksätze entsprechen noch sehr dem Stil des Vaters, während die langsamen Sätze mit ihrem Verzierungsreichtum eher an Chopin erinnern.
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