
30.11.1796 Löbejün (Halle) – 20.4.1869 Kiel
Loewe wurde bei D.G.Türk in Halle ausgebildet. Er sang daneben in verschiedenen Chören. Ab 1817 Studium der Theologie in Halle. In dieser Zeit trifft er auch mit Carl Maria von Weber und Johann Wolfgang von Goethe zusammen. 1820 wird er nach einer Prüfung bei Zelter Organist. Ein Jahr später Musikdirektor in Stettin. Dieses Amt hielt er 46 Jahre inne. Auf Konzertreisen durch Deutschland, Österreich, Norwegen, Frankreich und Großbritannien brachte er seine Balladen selbst zu Gehör. 1832 Ehrendoktor der Greifswalder Universität. Ab 1837 Mitglied der Berliner Akademie der Künste.
Vor allen Dingen bedeutend ist Leowe für die Entwicklung des deutschen Balladenliedes. Er ging von den einfachen Balladen C. Kreutzers, die er gerne selber vortrug, aus und stellte in seinen eigenen Balladen das Charakteristische der jeweiligen Strophe sowohl mit volksliedhafter als auch mit kunstvoll verzierter Melodik in der Singstimme heraus. Die Klavierstimme ist entweder akkordisch einfach oder tonmalerisch gesetzt. Bevorzugte Sujets sind Helden- und Legendenstoffe, die er in den Gedichten Herders, Goethes, Uhlands und anderen Dichtern fand.
Es existiert auch ein sehr interessantes Klavierkonzert von Johann Carl Gottfried Loewe.