Julius Röntgen

Julius Röntgen (9.5.1855 Leipzig – 13.9.1932) war ein Wunderkind. Unterweisungen auf dem Klavier erhielt er von seinem Großvater und seiner Mutter; ein Konservatorium besuchte er nie (im Übrigen auch keine allgemeinbildende Schule). 1869 verfasste er seine erste Komposition, 1869 wurde erstmals eines seiner Werke öffentlich aufgeführt; es war dies ein Duo für zwei Violinen, das von J.Joachim und Rötngens Vater, der eine professioneller Geiger war (er spielte als Konzertmeister im Gewandhaus-Orchester) gespielt wurde. Rötgen selbst war ein guter Pianist; sowohl als Kammermusiker (Klavierpartner u.a. von Pablo Casals) als auch als Solist war er tätig. Seit 1878 wirkte er in Amsterdam, zunächst als Klavierlehrer an einer Musikschule, dann als deren Direktor. Röntgen war mit Brahms und Grieg befreundet; letzterer widmete ihm seine „Lyrischen Stücke.

Unterschiedliche Einflüsse kennzeichnen die Werke Julius Röntgens. In frühen Werken sind Anklänge an Schumann (Bläserserenade op.14) und Brahms (toskanische Rispetti op.9) zu hören. Spätere Werke orientieren sich an Reger und Debussy. Auch die Volksmusik anderer Länder nimmt Röntgen in einigen seiner Werke auf; schon vor seiner Bekanntschaft mit Grieg findet man skandinavische Einflüsse; die Borenliedjes en Contradansen zeigen eine Beschäftigung mit der Volksmusik seiner niederländischen Wahlheimat.

Empfehlenswerte Aufnahmen ausgewählter Werke von Röntgen

(erhältlich bei jpc; dort sind auch Hörbeispiele verfügbar)

   
























































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