John Field

Komponist, Pianist

John Field (26.7.1782 Dublin – 23.1.1837 Moskau) erhielt ersten Unterricht von seinem Großvater, einem Organisten, sowie seinem Vater, einem Geiger. Später wurde er in London von Clementi unterrichtet. Daneben führte er seine Studien auf der Violine fort; später spielte er auch Viola. Clementi nutzte Fields pianistische Fähigkeiten auch als Vorspieler für den Verkauf seiner Klaviere. Field profitierte wiederum von der Veröffentlichung seiner Kompositionen in Clementis Verlag. 1802 unternahm Clementi gemeinsam mit seinem Schüler eine Geschäftsreise, die über Paris und Wien nach St. Petersburg führte. Hier wurde Field durch Clementi in die aristokratischen Kreise eingeführt. Vom kulturellen Leben der Stadt beeindruckt ließ er sich in St. Petersburg nieder und verdiente seinen Lebensunterhalt als Pianist und Lehrer, der von seinem Mentor Clementi u.a. dessen hohe Honorarforderungen für das Unterrichten übernahm (er soll sich mit einer Banknote Zigaretten angezündet haben). In den folgenden Jahren führten ihn Konzertreisen nach Moskau und in die baltischen Staaten. 1821 ließ er sich in Moskau nieder. Dort unterrichtete er u.a. Glinka. 1831 unternahm er seine letzte Europatournee.

Field komponierte fast ausschließlich Musik für Klavier, entweder als Solostücke mit oder ohne Orchester oder als Kammermusikbesetzung mit Klavier, wobei sich die Streicher immer dem Klavier unterordnen Sein Stil ist von 2 Einflüssen geprägt: Dusseks Klaviersonaten und regionale Volksmusik. Sein Einfluss auf nachfolgende Komponistengenerationen ist weitreichend. Als Erfinder des Klavier-Nocturnes, als der er gilt, hatte er vor allen Dingen für Chopin Bedeutung; es bestehen große Ähnlichkeiten zwischen einigen Nocturnes Chopins und den Kompositionen Filds, die nachweislich früher entstanden sind. Auch sein koloraturenreicher melodischer Klavierstil nimmt den chopinschen voraus. Bei Brahms scheint in seinen Variationen op.21 das fieldsche 3. Nocturne Vorbild gewesen zu sein. Ebenso waren Fileds einfallsreich instrumentierte Klavierkonzerte bedeutend für die Entwicklung des Klavierkonzerts des 19. Jahrhunderts. Schumann, der sich durch lobende Kritiken als ein Kenner fieldscher Musik auswies, muss das 7. Klavierkonzert von Field vor Ohren gehabt haben, denn zwischen beiden Konzerten bestehen auffällige Parallelen.

Empfehlenswerte CDs mit Werken von Field

Die Nocturnes

Eine herrlich sensible Einspielung mit John O'Conor.

Wer mag, vergleiche obige Aufnahme mit folgender, die ich nicht empfehle:


























































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