Die Repertoiregrenzen sind alles andere als scharf. Gong Kebyar lebt von Anleihen, Assimilationen und Zitaten aus anderen Gamelanstilen.
Die Balinesen teilen das Repertoire meistens in folgenden Paaren ein:
Zu Instrumentalmusik wird niemals getanzt. Tanzmusik findet niemals ohne Tänzer statt. Instrumentalmusik hat Gongzyklen, die niemals in Tanzmusik zu finden sind. Aber Strukturen aus der Tanzmusik sind ein wichtiger Teil der Instrumentalmusik.
Die meiste rituelle Musik stammt aus dem Repertoire der alten Hofensemble. Sie wird während der Tempelzeremonien gespielt. Dagegen sind Kompositionen, die ausschließlich für Kebyar komponiert und auf ihm gespielt werden, der weltlichen Musik zuzurechnen. Sie erklingt nicht innerhalb der Tempel.
Baru sind jüngere Kompositionen (zeitgenösisch oder wenige Jahre alt). Die meisten sind für das Festival Gong komponiert und sie überleben mehr oder weniger lange.
Klasik bezeichnet rituelle Stücke und ältere Kebyar-Kompositionen.
Gepielt werden kann das alte Repertoire in der ursprünglichen, schlichteren Fassung oder in neuer, auffälliger Kebyar-Fassung.
⇒Form