Gamelan Gong Kebyar

Metallophone

Gangsa

Aus 10 Metallklangplatten bestehend; somit ein Tonumfang von 2 Oktaven. Klangplatten hängen an 2 vertikalen Schnüren über individuell abgestimmte Bambusresonatoren, die senkrecht in einem Holzkasten stehen. Einige wenige Dörfer, meisten im Norden und Nordosten, bevorzugen noch die gangsa jongkok. Deren Klangplatten liegen, getrennt durch eine Gummimatte, auf den Resonatoren; sie werden durch kleine Pflöcke seitlich auseinandergehalten. Jongkok besitzen einen schrillen, kurzen Klang.

Gespielt werden die Gangsa mit einem kleinen hölzernen Hammer in einer Hand. Mit der anderen Hand werden die Klangplatten bei Bedarf geämpft. Auch simultane Anschläge und Dämpfungen, so dass trockener, klickender Klang entsteht, kommen zum Einsatz.

Gangsa Kantilan

besitzt die höchsten Töne des Orchesters; 2 Instrumente sind pengumbang (tiefer) und 2 pengisep (höher) gestimmt. (Die Instrumente sind in einer leicht verschiedenen Tonhöhe gestimmt, so dass beim Zusammenspiel Schwebungen (der Ton schwillt periodisch an und ab) entstehen, sogenanntes ombak („Welle“).)

Gangsa Pemade

eine Oktave tiefer als das Kantilan.

Sowohl Kantilan als auch Pemade spielen eine reich verzierte Version der Gerüstmelodie. Ihre Parts greifen oft ineinander.

Gangsa Pengugal

gewöhnlich mit „Ugal“ bezeichnet

eine Oktave tiefer als das Pemade. Das Ugal ist das von der Größe her höchste Instrument der Gangsa-Sektion; so kann sein Spieler, der einer der Leiter des Orchesters ist, leicht gesehen werden. Er koordiniert mit deutlich wahrnehmbaren Ausholbewegungen das figurative Zusammenspiel der rechts und links neben ihm sitzenden Pemade- und Kantilanspieler. Wird nur ein Ugal verwendet, so ist es pengumbang gestimmt. Gewöhnlich wird das Ugal nicht zur Gangsa-Sektion gerechnet, obwohl es prinzipiell die selbe Bauweise hat. Musikalisch spielt es jedoch eine andere Rolle.

Das Ugal spielt die neliti, eine Figuration der Gerüstmelodie, jeweils mit 2 gleichlangen Tönen pro Gerüstmelodieton.

Weitere Metallophone unterstützen die Gangsa und Ugal. Sie werden mit weicheren Schlegeln gepielt. Jedes Instrument besitzt 5 Klangplatten (1 Oktave Tonumfang). Es kommen jeweils 2 Instrumente zum Einsatz, die pengumbang und pengisep gestimmt sind. Es sind folgende:

Calung

Wird gespielt mit einem Gummihammer.

Spielt die Gerüstmelodie (pokok).

Jegogan

Eine Oktave tiefer als das Calung. Das Jegogan ist von den Metallophonen das tiefste. Es wird gespielt mit einem mit Stoff umwickelten Schlegel.

Tiefe, orgelähnliche und lange nachklingende Töne.

Akzentuiert in gleichmäßigen Abständen die Gerüstmelodie.

Foto

Penyacah

Eine Oktave höher als das Calung. Gespielt mit prizipiell gleichen Schlegeln wie das Calung, nur kleiner.

Einst selten gespielt, aber seit den 1980igern zunehmend häufiger.

Spielt die neliti.

Gongs