Gamelan Gong Kebyar

Kendang

2 Stück unterschiedlicher Tonhöhe (Kendang wadon (tiefere Trommel) und Kendang lanang (höhere), 700 Cent Unterschied); beide Seiten besitzen einen unterschiedlichen Durchmesser und damit unterschiedliche Tonhöhe; etwa 68 cm lang und 30 und 25 cm Durchmesser. Der Korpus besitzt eine Sanduhrform. Die Spannung der Trommelfelle wird durch Schnüre, die zwischen beiden Seiten verlaufen, kontroliert.

Die Kendang-Spieler sitzen im Schneidersitz. Die Kendang wird waagerecht auf dem Schoß gehalten. Die größere Seite befindet sich dabei an des Spielers rechte Seite. Gewöhnlich werden die Trommeln mit der Hand gepielt; nur im Cedugan-Stil kommt an der rechten Seite ein harter Schlegel zum Einsatz.

Meistens leitet der Spieler des Kendang wadon das gesamte Ensemble.

Foto der Kendang

Spieltechnicken auf der Kendang

Durch untersschiedliche Spieltechnicken werden unterschiedliche Klänge erzielt, die durch Silben bezeichnet sind. Es gibt 3 verschiedene Trommelstile mit jeweils eigenen Schlagarten:

Schlagarten, die in allen 3 Stilen zu finden sind

dag (wadon) – Schlag mit der Handfläche auf das rechte Trommelfell nahe des Randes

Schlag für die schwerste metrische Zeit

Erfolgt in Opposition zu tut

tut (lanang) – Ähnlich ausgeführt wie dag, nur auf der lanang. Im Verlauf des Spielens steigt gewöhnlich die Tonhöhe etwas, indem der Resonazkörper durch Drücken des linken Trommelfells verkleinert wird.

Schlag für die zweitschwerste Zeit

Erfolgt in Opposition zu dag

Weitere Schläge in Gupekan, dem Standardstil in Kebyar, sind folgende:

pek (lanang) – linke Hand schlägt mit dem Handteller auf die Mitte des Trommelfells; das rechte Trommelfell wird währenddessen gedämpft. Es entsteht ein selbst dichten Orchesterklang durchdringender Schlag.

In Opposition zu kap sowie Vorbereitung für tut.

kap (wadon) – ausgeführt wie pek

Opposition zu pek

pung (lanang) – wird auf der rechten Seite gespielt. Der Daumen liegt in der Nähe des oberen Randes leicht auf und fungiert so als Scharnier. Der kleine Finger schlägt auf, die anderen Fingern prallen vom Trommelfell ab. Es entsteht ein höherer und reicherer Klang als bei tut und dag.

Opposition zu krum; Vorbereitung für tut

krum (wadon) – ausgeführt wie pung

Vorbereitung von pung

plak – selten eingesetzter extremer Akzent. Hauptsächlich bei Trommelsolos eingesetzt. Beide Seiten werden mit ausgestreckten Fingern kräftig geschlagen.

kep – wie bei krum und pung, nur der Zeigefinger liegt auf dem Trommelfell auf und unterdrückt so die Tonhöhe. Kep fungiert als Zwischenschlag, um einen rhythmischen Fluß zu erreichen.

Gupekan ist der Standardtrommelstil in Kebyar.

Suling