Funktionen der Gongs sind colotomisch (Markieren des Zyklus’); melodisch oder agogisch. In den letzten beiden Fällen sind sie klein und werden sie mit Skalatönen übereinstimmend gestimmt. Colotomische Gongs können auch so gestimmt sein, dass sie mit Skalatönen übereistimmen; oft jedoch wird eine extra Dimension angestrebt, indem der Ton eben nicht mit einem Skalaton übereinstimmt.
Bestehend aus 10 Kesseln; gespielt mit 2 Schlegeln, die mit Strippen umwickelt sind, um den Klang zu dämpfen. Das Trompong ist nicht immer im Kebyar-Orchester anwesend. Es wird assoziert mit alter höfischer Musik. Wenn es gebraucht wird, dann spielt eine einzelner Musiker eine führende melodische Linie.
Genauso gebaut wie das Trompong, nur aus 12 Kesseln bestehend und höherer Tonbereich (das Reyong wird nur vom Kantilan um 2 Töne in der Höhe übertroffen). Gespielt wird das Reyong durch 4 Spieler (an einem Instrument), mit jeweils 2 Schlegeln. Jeder der Spieler hat seinen abgegrenzten Bereich (3 – 4 Kessel), der aber auch, je nach Spielsituation, um ein oder zwei Töne nach oben oder unten überschritten werden kann und so in Bereich des Nachbarn fällt. Geschlagen wird auf den Kesselbuckel (melodische Passagen) oder auf den Rand (agogische Passagen).
Das Reyong liefert eine durchgehende Figuration der Gerüstmelodie.
Das Reyong spielt den Byar-Akkord, wenn Kessel 1, 3, 4, 6, 7, 9, 10 und 12 gleichzeitig angeschlagen werden. Der Byar ist ein charakteristischer Klang, der oft am Beginn einer Komposition gespielt wird, sowie öfter im Verlauf des Stückes wiederkehren kann.
Des Spieler im höchsten Tonbereich verdoppelt manchmal den Part des Spielers des zweit niedrigsten Tonbereichs. Oft hat er jedoch einen eigenständigen Part, der deutlich zu hören ist.
Horizontal liegender oder im Schoß gehaltener Gong; gespielt mit einem etwas kürzeren und dickeren, aber ansonsten identischen Schlegel wie der für das Trompong. Geschlagen wird auf den Buckel, gedämpft mit der anderen Hand in Randnähe.
Das Kempli unterteilt metrische Perioden mit Schlägen; oder markiert in älterem Repertoire die Enden melodischer Unterteile.
Mit etwa 26 cm Durchmesser der kleinste hängende Gong; gespielt mit Schnurumwickelten Schlegeln ähnlich denen für das Reyong; häufig auf dung gestimmt; markiert interne melodische Abschnitte, oft deren Mitte.
Ein mittelgroßer Gong mit etwa 70 cm Durchmesser; gespielt mit einem ähnlichen, aber an der Spitze deutlich größeren Schlegel wie (als) der für das Jegogan; oft auf dung gestimmt.
Der Kempur fungiert als colotomischer Markierer in Abwechslung mit dem Klentong oder anstelle des Klentongs.
Etwa 85 cm Durchmesser. Oft kommen 2 Gongs zum Einsatz, die sich um 200 – 300 Cent voneinander unterscheiden und beim Spiel einander abwechseln. Hauptsächlich in kürzeren Meteren kommt der tonale Kontrast zum Tragen. In der Regel ist der tiefere auf ding gestimmt (manche auch einen ganzen Tonschritt darunter), der höhere oft auf deng. Die Schlegel sind dick gepolstert mit einer Kombination aus Gummi, Stoff und Schnur.
Gong markiert Zyklusanfänge und –enden; verstärkt nichtmetrische Akzente.
Weitere colotomische Gongs stammen aus der Zeit vor dem Entstehen von Kebyar. Sie kommen nicht ständig zum Einsatz, sondern nur, wenn entsprechendes altes Repertoire gespielt wird.