
geboren 1744 in Fano (?); gestorben am 16.12.1798 in Colmenar de Oreja (Madrid)
Charakteristischtes Kennzeichen von Brunettis Musik ist der Kontrastreichtum: schnelle Stimmungsumschwünge, rasche dynamische Veränderungen, Abschnitte mit kontrastierenden Tonalitäten, enges Nebeneinanderstellen verschiedenen thematischen und rhythmischen Materials, Nebeneinaderstellung von Passagen in homophoner Schreibweise und Passagen in kontrapunktischer Schreibweise.
Bruntetti verwendet die Sonatenform in unkonventioneller Art und weise. die zweite Themengruppe grenzt sich tonal deutlich gegen die erste ab. Gelgentlich wird sie aus den Motiven des Anfangsthemas gewonnen. Die Durchführung benutzt in der Regel das Material des ersten Themas, das in eine entfernte Molltonart geführt wird. Die Reprisen sind häufig mit Überrasschungsmomenten versehen, z.B. durch Asulassung des 1. Themas. eine Coda verwendet er selten.
In der Instrumentalbehandlung ist er bei den Streichern sehr differenziert. er verwendet: Flagelotttöne, sordini, pizzicato, col legno und ponticello. Blasinstrumente verwendet er selten. Es existiert nur eine Gruppe von Sextetten für Oboe und Streicher und eine Gruppe von Quintteten für fagott und Streicher. Vokalwerke gibt es nur wenige; sie stehen qualitativ hinter seinen Instrumentalwerken. Werke mit einem tasteninstrument als Soloinstrument existieren nicht.J. Subira: "La musica de camera en la Corte madrilena durante el siglo 18. y principios del 19. ", 1946.
J. Subira: "El compositor Iriarte (1750-1791)" Barcelona 1949/50.
C. Johannson: "French Music Publishers´Catalogue of the Second Half of the Eighteenth Century", Stockholm 1955.
G. Chase: "The Music of Spain", N.Y. 1959.
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A. Belgray: "Gaetano Brunetti: an Exloratary Bio-Bibligraphical Study", Dissertation Universität of Michigan 1970.
O. Krone: "Wer war Brunetti? Neue Erkenntnisse über das Leben, Werk und künstlerisches Umfeld des Gaetano Brunetti (1744-1798)" in: "Concerto. Das Magazin für Alte Musik", 12/1995.