unbekannter Komponist

Friedrich II.

preußischer König, Flötist und Komponist

24.1.1712 Berlin – 17.8.1786 Sanssouci.

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Vita und Kulturpolitik Friedrichs

König Friedrich II. (der Große) von Preußen wuchs in einem durch Sparsamkeit geprägten Umfeld auf, das von seinem Vater Friedrich Wilhelm I. bewußt gewählt worden war. Dieser hatte sogar – obwohl musikliebend – 1713 die Hofkapelle entlassen. Trotzdem gab es am Hof weiterhin Musikaufführungen durch Militäobisten (die unter der Leitung von Gottfried Pepusch Auszüge aus den Opern Händels spielten) und reisenden Virtuosenwie J.G. Graun . Grundlegende instrumentale und kompositorische Fähigkeiten bekam Friedrich II. Vom Berliner Domorganisten G. Hayne vermittelt. Ab 1728 war Quantz Flötenlehrer des Kronprinzen. Ein Besuch in Dresden 1728 war musikalisch prägend.Die Dresdener Hofkapelle hatte später eine Vorbildfunktion in Berlin (Führende Musiker des preußischen Hofes wie C.H.und J.G.Graun, Quantz und F.Benda hatten ebenfalls die DresdenerHofkapelle kennengelernt). In Ruppin unterhielt Friedrich eine kleine Kapelle. Dort wurde auch C.H.Graun sein Kompositionslehrer. 1736 zogdie Kapelle, die mittlerweile auf 17 Musiker angewachsen war, nachRheinsberg. Das Repertoire, in dem auch nicht zuletzt WerkeFriedrichs enthalten waren, bestand aus italienischen Kantaten und Instrumentalwerken.

Mit dem Regierungsantritt Friedrichs 1740 kam es zu einerkulturpolitischen Wende, die auch verstärkte Investitionen im Musikbereich zur Folge hatte (Bau des Opernhauses Unter den Linden,Verstärkung der kronprinzlichen Kapelle, Schaffung einesBalettensembles). Friedrich trennte strikt zwischen Musikaufführungenfür repräsentativen Zwecken und privaten, für die nurseine eigenen Kompositionen bestimmt waren. Seine privaten Abendkonzerte prägten das Bild Friedrichs alsein Kenner und Förderer der Musik, auch wenn auf diesenVeranstaltungen der König nicht nur seine eigenen Kompositionen für Flöte vortrug, wie es ein Gemälde von Adolf Menzel zeigt, das stark die Vorstellung über Friedrich bis heute beeinflusst haben (vgl. DEFA-Film Johann Sebastian Bach aus dem Jahre 1985). Neben den vom König und von Quantzkomponierten Konzerten, Sonaten und Trios für Flöte warenauch Opernarien ein fester Bestandteil der Veranstaltungen.

In Berlin wurde auf Friedrichs Geheiß ein Opernhauserrichtet, das 1742 eröffnet wurde. Es verschrieb sich der französisch-italienischen Richtung. Friedrich selbst verfasste für einige Opern die Libretti in französischer Sprache. Unterstützt durch Francesco Algarotti , italienischer Philosoph und Opernreformator (1712 - 1764)
Er war Friedrich bei der Abfassung von Opernlibretti behilflich.
Von operngeschichtlichem Interesse ist seine Schrift Saggio sopra l'opera in musica (1735),in der er den zeitgenössischen Opernbetrieb kritisiert undReformvorschläge macht, die unmittelbar zu den Opern Glucksführten, sowohl was die ästhetihischen als auch diebühnenpraktischen Belange betrifft.
versuchte Friedrich mitdem neuen Opernhaus die Opera seria in Berlin zu profilieren. Obwohl das Haus durch das hochkarätige Personal , C.H.Graun als Hofkapellmeister, Kastraten F. Salimbeni und G.Carestini, Primadonna G. Astura, Balettmeiseter Denis, G.Bibiena als Dekorateur) das dort wirkte, sicherlich international konkurrenzfähig war, konnten die ästhetischen und dramaturgischen Neuerungen keine Schule machen.

Ab den 1770iger Jahren vernachlässigte Friedrich II. die Förderung der Hofoper in Berlin. In den 60iger und 70iger Jahren kam es nur noch zu drei Neuproduktionen. Diese stammen allesamt von J. Fr.Agricola.
1764: Achile in Sciro
1765: Amor e Psyche
1771: Oreste e Pilade
Ansonsten wurden bereits gespielte Werke, vornehmlich von C.H. Graun und Hasse, wieder aufgenommen oder übernommen. Die knapp bemessenen Gelder, die der König für die Gehälter und die Bühnenausstattungen nur zur Verfügung stellte hatten ein Absinken der Qualität der Opernaufführungen zur Folge. Der Tod der beiden bedeutenden Partner bei diesem Projekt C.H. Graun (1759) und Algarotti , italienischer Philosoph und Opernreformator (1712 - 1764)
Er war Friedrich bei der Abfassung von Opernlibretti behilflich.
Von operngeschichtlichem Interesse ist seine Schrift Saggio sopra l'opera in musica (1735),in der er den zeitgenössischen Opernbetrieb kritisiert undReformvorschläge macht, die unmittelbar zu den Opern Glucksführten, sowohl was die ästhetihischen als auch diebühnenpraktischen Belange betrifft.
(1764) könnten mögliche Gründe für die Vernachlässigung sein. Nicht belegt ist die Behauptung, dass der König eine Verpachtung der Hofoper erwogen hatte.

Der Schwerpunkt verlagerte sich von Berlin weg nach Potsdam. Dortfanden neben den allabendlichen Konzerten der Hofmusiker auchAufführungen aktueller Werke der komischen italienischen Oper statt. Auch Aufführungen 1773: L'eroe cinese
1775: Parthenope
Beide Werke in der Vertonung von Hasse
von der großen Oper fanden gelegentlich statt.

1773 stellte Friedrich seine eigene Kompositionstätigkeit ein. Sein letztes Flötenkonzert ergänzte Quantz posthum (QV 5:38). Das Musizieren auf der Flöte betrieb er, wahrscheinlich aufgrund fehlender Zähne, ab 1779 nicht mehr.

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