Ernst Rudorff

deutscher Komponist

18.1.1840 Berlin – 31.12.1916 Berlin.

Er war Schüler von Marie von Lichtenstein, Louis Ries (Geige) und Woldemar Bargiel (Klavier und Komposition), sowie – für kurze Zeit – von Clara Schumann. Weiterer Unterricht erfolgte am Leipziger Konservatorium, das er nach einem kurzen Studium der Philosophie, Thologie und Philologie besuchte. Hier wurde er auf dem Klavier von Ignaz Moscheles, Carl Reinecke und Louis Plaidy unterwiesen; Julius Rietz, Moritz Hauptmann und ErnstFriedrich Richter waren seine Kompositionslehrer. Von !865 – 69 wirkte er als Lehrer und Chordirigent am Kölner Konservatorium. Hier gründete er 1867 den Bach-Verein. Ab 1869 war er erster Klvierlehrer an der von Joachim neu aufgebauten Berliner Musikhochschule. Von 1880 – 90 dirigierte er als Nachfolger Bruchs den Sternschen Gesangsverein.

Ernst Rudorff lehnt sich als Komponist stilistisch an Weber (seine erste Lehrerin war Webers Patentochter Marie von Lichtenstein), Mendelsohn und Schumann an. Orchesterwerke, Chormusik, Lieder und Klavierwerke zählen zu seinen Kompositionen. Die Variationen für Orchester über ein eigenes Thema op.24 wurden von Brahms, zu dem er freucndschaftliche Beziehungen unterhielt, hochgeschätzt.

Rudorff trat auch als verantwortungsbewußter Herrausgeber der Werke Mozarts und Chopins hervor. Er wurde dabei oft Brahms beraten.

Fantasie op. 14

Die 1869 erschiende Fantasie op. 14 ist Stück von hoher Eigenart. Sie ist Johannes Brahms gewidmet, der sie mit Worten "sanft-träumerisch" charakterisierte.

Anlässlich der Veröffentlichung der Fantasie fand zwischen Brahms und Rudorff folgender Briefwechsel statt: Briefwechsel Rudorff - Brahms


























































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