Antonio Salieri

Komponist und Lehrer bedeutender Komponisten nachfolgender Generationen

Werkverzeichnis

Salieri (18.8.1750 Legnago (Verona) – 7.5.1825 Wien) kam 1766 nach Wien, wo er seine musikalische Ausbildung bei Gaßmann fortsetzte und Kontakte zu bedeutenden Musikern und anderen Persönlichkeiten knüpfte, die seiner Laufbahn förderlich waren (Gluck, Kaiser Joseph der Zweite u.a.). Zunächst trat er vor allen Dingen als Komponist geistlicher Musik in Erscheinung, dann als Opernkomponist; seine Opern hatten wechselhafte Erfolge in Paris und Wien.1788 erhielt Salieri durch Kaiser Joseph die Funktion des Hofkapellmeisters, die er vorher schon oft vertretungsweise ausgeübt hatte. Diese übte er bis 1824 aus; was die längste Amtszeit in der Geschichte der Hofmusikkapelle ist. Er komponierte nun vor allen Dingen Kirchenmusik. Die Aufgaben des Hofkapellmeisters waren folgende: Leitung der Gottesdienste, Auswahl neuer Instrumentalisten und Sänger, Erwerbung neuer Instrumente, Betreuung der Bibliothek. Um Zeit für diese Aufgaben zu haben, bat er um die Entbindung von den Opernproben. Es wurde ihm gewährt; im Gegenzug dafür wurde er verpflichtet, jedes Jahr eine neue Oper zu komponieren. Spätestens seit 1790 war Salieri eine zentrale Figur des Wiener Musiklebens. Zahlreiche Auszeichnungen, die ihm zu Teil wurden, bestätigen dies. Als Kompositionslehrer unterwies er bedeutende Musiker wie Hummel, Franz Xaver Wolfgang Mozart, Liszt, Meyerbeer, Beethoven, Schubert. Als Gesangslehrer bildete er hauptsächlich brillante Koloratursoprane aus.

Salieri komponierte komische und dramatische Opern. In seinen komischen Opern bewies er Gespür für die Darstellung lusiger Situationen und Figuren. Seine ernsten Opern - nach Glucks Vorbild – nehmen in der Ouvertüre das spätere Drama voraus. Gelungene begleitet Chorrezitative und eine Vorliebe für brillante Koloratursopranstellen zeichnen seine Opern aus.In der geistlichen Musik dageden finden sich keine virtuosen Sologesangsstellen. Die Kantilenen sind durch Einfachheit und die Vermeidung opernhafter Züge gekennzeichnet. Der Satz ist weniger kontrapunktisch gearbeitet als vielmehr sinfonisch. Die Instrumentalmusik bildet den kleinsten Teil seines Werkes; er besteht überwiegend aus den in früheren Jahren entstandenen Konzerten für Flöte und Oboe. Sein letztes bedeutendes Instrumentalwerk sind die farbig instrumentierten Variationen über „La folia“ (1815). Viele seiner Ouvertüren wurden als selbstständige Sinfonien verbreitet, sowie von fremder Hand in 3-sätzige Sinfonien umgearbeitet, indem einfach mehrere seiner Ouvertüren zusammengestellt wurden.

Einer kurzen Erwähnung noch bedarf das Verhältnis Salieris zu seinem Zeitgenossen Mozart. Beide waren bedeutende Opernkomponisten in Wien, die in Konkurrenz zueinander standen, was ihren Werken durchaus zugute kam. Aus diesem Verhältnis wurde schon zu Lebzeiten Salieris das Gerücht aufgestellt, er habe W.A.Mozart vergiftet. Belletristische Schriften und Filme verbreiteten diese Legende bis in unsere heutige Zeit. Salieri selbst hatte die Beschuldigung kurz vor seinem Tode Moscheles gegenüber glaubhaft von sich gewiesen und auch die Forschung hat keine Anhaltspunkte für ihre Wahrheit gefunden.

Mit dem Verhältnis Salieri – Mozart beschäftigen sich folgende Bücher:


























































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